Für die Science-Fiction-Serie Star Trek mußten die Raumschiffe zur „Endeckung fremder Welten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“, natürlich Geschwindigkeiten erreichen können, die um ein Vielfaches über die Lichtgeschwindigkeit hinausgehen, die bis heute als die absolute Obergrenze der Bewegung von Ort zu Ort angesehen wird. Aber Zukunft ist Zukunft, und wer weiß schon, was diese bringen wird...
Immerhin ist die Serie laut Aussage eines NASA-Mitarbeiters die einzige Science-Fiction-Serie, die von vielen Wissenschaftlern gerne gesehen wird, da sie wie keine andere Wissenschaft ernst nimmt und so weit wie möglich im Rahmen der physikalischen Gesetze bleibt. Allerdings gehört der Warp-Antrieb wirklich nicht zu dem heute Vorstellbaren. Hier ein Artikel The Science of Star Trek von David Allen Batchelor, NASA Goddard Space Flight Center.
Lange bevor Mr Cochrane den Warp-Antrieb erfinden wird, mit dem der Raum derart verzerrt werden kann, so daß von außen gesehen die
physikalischen Gesetze des normalen Raumes nicht mehr gelten (to warp = verzerren),
erfanden die wissenschaftlichen Spezialisten um Gene Roddenberry eine Formel zur Berechnung der
Geschwindigkeit (v/c: Vielfache der Lichtgeschwindigkeit) aus dem
Zur Serie „The Next Generation“ (TNG) wurde der Warp-Faktor neu definiert, wobei durch die technischen Berater der Serie (Rick Sternbach und Michael Okuda) leider keine exakte Formel mehr angegeben wurde, sondern einige Eckdaten in einer Referenztabelle von warp-Faktor- und zugeordneten Lichtgeschwindigkeitsvielfachen (siehe unten).
Menschen, die sich wohl schon heute auf die Aufnahmeprüfung der Sternenflotten-Akademie vorbereiten, haben sich eine Formel ausgedacht, mit der der Warpfaktor berechnet werden kann. Die Formel approximiert die Referenzwerte relativ gut und eignet sich prima zum Üben der Berechnung von (Funktions-)Termen der etwas komplizierteren Sorte:

oder in einzeiliger Schreibweise:
f(x) = x ^((10/3) / (1 - (x/10)^(( 91,28 / (10-x)^0,27))))
Der für f(x) errechnete Wert (x = „Warp-Faktor“) ist die Geschwindigkeit in „Chocrane“ (benannt nach dem zukünftigen Entdecker des Warp-Antriebs Zefram Cochrane, siehe Film First Contact, dort erster Flug mit Warpgeschwindigkeit am Do., 5. April 2063 !), d.h. in Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit.
Der verrückte Term läßt sich schrittweise in den Griff bekommen, indem man ihn nach und nach in seine Einzelterme aufsplittet und die Sache schrittweise von innen heraus berechnet:
f(x) = x ^((10/3) / (1 - (x/10)^(( 91,28 / (10-x)^0,27))))
d: ———————————
c: ———————————————————
b: ———————————————————————————————————
a: ——————————————————————————————————————————————
Es soll exemplarisch nach diesem Verfahren die Geschwindigkeit warp 9,6 berechnet werden:

Bezogen auf die o.g. Formel entsprechen dann die Buchstaben diesen Einzeltermen:
Das kann nun von unten nach oben berechnet werden, indem man das Ergebnis jeweils in die Gleichung in der Zeile drüber einsetzt.
Damit berechnet man, der wievielfachen Lichtgeschwindigkeit Warpfaktor 9,6 (Höchstgeschwindigkeit der Enterprise D unter Cpt. Jean-Luc Picard) entspricht. Es ist etwa 2000fache Lichtgeschwindigkeit, was über 600 Millionen km pro Sekunde ausmacht und ermöglicht, ein Lichtjahr in weniger als 5 Stunden zurückzulegen. Recht schnell...
Für Nichtabsolventen der Akademie der Sternenflotte befindet sich weiter unten (in etwa zwischen Jupiter und Saturn J) ein Warp-Rechner.

Also, dann lebt lange und in Frieden!
Hier ist nun der vorhin angekündigte ...